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verbittert

wir menschen sind doch alle gleich.
13.5.08 13:10


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ich

manchmal wünsche ich mir vorm einschlafen, dass wenn ich am nächsten morgen aufwache und ich in den spiegel schaue, ein ganz "normaler" jugendlicher vor mir steht. jemand, der nicht ist wie ich.
vielleicht würde es auch helfen, wenn ich einfach einmal zu einem psychater gehen und mir irgendeine psychische krankheit bestätigen lassen würde. das würde mir eine menge ärger ersparen . dabei ist es mir egal, ob die anderen menschen mich dann eher annehmen würden oder noch mehr verstoßen, es würde nur als rechtfertigung für mich dienen.
ich darf so sein.
was es ist? im großen und ganzen sind es zwei dinge:

man könnte sagen, ich habe ein umgedrehtes alkoholproblem. ich leide an einer ziemlich starken alkoholphobie, die sich leider nicht aufs "ich trinke nicht" beschränkt, sondern auch aufs "ich will nicht dass andere trinken" ausweitet. ich kriege panik, wenn ich in einem raum bin, in dem alkohol konsumiert wird. egal wie und wer. egal ob meine freunde auf einer party, meine familie beim abendessen, oder im chemie unterricht bei experimenten. ich hasse es ganz einfach, mir wird unwohl wenn ich allein daran denke, rieche ich den alkoholgeruch, wird mir schlecht und ich könnte mich übergeben, trinke ich doch einmal einen schluck, bekomme ich wirklich angst. die panik drückt sich aus, indem ich weg will, am liebsten nach hause, oder sonstwohin, wo es sicher ist. wenn ich nicht kann, versuche ich mich verzweifelt mit anderen dingen, wie zb meinem handy abzulenken. wenn mich jemand aus meiner schule fragt, warum ich am wochende nicht auf dieser oder jener (offensichtlichen sauf)party war, behaupte ich oftmals, dass ich keinen alkohlvertrage und dass es ja dann keinen sinn machen würde, auf so eine party zu gehen. ich weiß genau, anders würde ich mich nur noch unbeliebter machen. für mich ist alkohol ein gift, eine droge wie jede andere. sie zerstört den körper und das gehirn, das leben, das gefühl. ich habe angst davor, mich selbst an solch eine körperlose droge wegzugeben. lieber koste ich jeden moment voll aus. auch den schmerz. ich verstehe die leute nicht, die alkoholtrinken. es gibt so viele dinge, die viel besser schmecken. ich kann auch ohne alkohol lustig sein. nur wenn er da ist, kann ichs leider nicht.
ich kann mir nicht erklären, ob es irgendwelche ursprünge für dieses problem gibt. vielleicht der film, den ich als kleines kind einmal gesehen habe, indem sich der eine zu tode getrunken hat und ich dann wochenlang nachts den selben albtraum hatte. vielleicht ist es auch ein ereignis vor ein paar jahren, als ich auf der geburtstagfeier eines bekannten war und sich dieser aus trauer, wut und besoffenheit fast von der autobahnbrücke auf die b17 gestürtzt hätte. für mich klingt dies aber alles unlogisch. meiner meinung nach ist das eher ein produkt meines eigenen denkens und überlegens.

das andere problem ist, dass ich mich in großen menschenmassen unwohl fühle, das fängt mit unbehangen im klassenzimmer an und hört mit unkontrollierbarer panik zb auf einem konzert auf. das äußert sich dadurch, dass ich jegliche beherrschung über mich verliere und wie ein erschrockenes reh panisch du flucht ergreife. ich zittere dann am ganzen körper, fange zum weinen an, mir wird schlecht und habe grässliche angst. oft bin ich noch stunden danach paralysiert und schreckhaft. anders als das alkoholproblem, lässt sich dieses jedoch leichter umgehn und kontrollieren. in der schule habe ich mich gut im griff, im bus mitlerweile auch, solange ich einen platz zum hinsetzen habe und ich nicht mitten auf dem ganz zwischen den ganzen anderen menschen eingesperrt bin. auf konzerten kann ich mich einfach nach hinten stellen. leider sehe ich dann dank meiner größe zwar meistens relativ wenig, aber es geht ja zum glück eher ums hören.
auch hier bin ich überfragt und habe keine ahnung woher das kommen könnte, jedoch fällt mir noch weniger ein als weiter oben, nämlich nichts. es ist einfach so und es ist einfach so mit der zeit immer schlimmer geworden. ich weiß genau, an maria stern hatte ich es noch nich und als ich am holbein war, hat es so langsam angefangen. manchmal ist es schlimmer, manchmal weniger. das hängt auch immer sehr mit meiner allgemeinen seelischen verfassung zusammen. ich weiß, dass es momentan wahrscheinlich sehr schlimm ist.

das ist alles nicht immer ganz einfach. wegen ersterem problem wurden mir wohl am sonntag zwei freundschaften gekündigt und ich werde oftmals als spießig und partyverderber anerdacht. aber man kann von den menschen nicht verlangen, dass sie auch mal nach dem warum fragen. sie sehen und urteilen, verurteilen. ich bin ja auch oftmals nicht anders. ich kann ihnen keine vorwürfe machen. doch wenn ich anders wäre, hätte mein freundeskreis momentan weniger probleme. ich sehe bewusst mich als schuldige, nicht die anderen. ihnen kann ich nur enttäuschung und unverständnis entgegen bringen. versucht man normalerweise nicht, sich mit einem freund eher auseinander zu setzen, wenn man sieht, dass irgendetwas nicht stimmt? vielleicht ist es besser so, vielleicht waren es auch gar keine "wirklichen freunde". wahrscheinlich verlange ich aber einfach auch nur zuviel von den menschen um mich herum.

so bin an tagen wie heute sehr bedrückt und in mich gekehrt. kann nichts tun, als die ganze zeit zu denken, mich abzulenken fällt mir schwer. ich hoffe es wird nun besser, da ich einen großen teil aufgeschrieben habe. mich beschäftigt nur leider noch viel mehr, darunter dinge, dich ich auch nicht aufschreiben kann, da ich es einfach nicht schaffe.

doch hoffnung ist natürlich immer da, das aufgeben verlerne ich immer mehr, auch wenn ich manchmal noch rückschläge habe. aber zum glück habe ich auch viele menschen um mich, die mich unterstützen, die mir verzeihen und mir zuhören. die mir sogar recht geben und verstehen, denen es nicht anders geht als mir. das macht mir mut, das schafft es, mich selbst auch mehr anzuerkennen. ich habe gelernt, dass ich nicht alleine bin, und solange ich dies nicht bin, ist die welt noch in ordnung, trotz der schweren erdbeben. danke ihr lieben, die ihr mir immer wieder mut macht, die ihr schon seit so langer zeit immer zu mir haltet, ihr die ihr mir sagt, dass ich nur so gut bin, wie ich bin. ich hoffe ich kann mich irgendwann erkenntlich zeigen.
14.5.08 10:31





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